Austausch zur neuen Ausbildungsordnung im Zimmererhandwerk

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Zusammenfassung der Videokonferenz

am 08. Juni (14.00  15:30 Uhr)

Zu Beginn der Videokonferenz begrüßte Manuel Ueding als Vorsitzender des Innungsverbands des Zimmerer- und Holzbaugewerbes Westfalen die über 30 Teilnehmenden aus überbetrieblichen Ausbildungsstätten, Berufsschulen, Prüfungsausschüssen sowie weitere am Thema. Er freute sich über die rege Teilnahme und wünschte einen kollegialen Austausch, bei dem die gegenseitige Unterstützung im Vordergrund stehen sollte und wies auf die Gelegenheit hin, Informationen und Perspektiven auszutauschen.Ebenfalls begrüßte Tanja Hauptstock, Geschäftsführerin, die Teilnehmer und stellte die Verbandsarbeit vor, bei der sie die stetig wachsenden Angebote für Seminare und bedarfsorientierte Formate betonte. 

Den inhaltlichen Einstieg übernahm Micha Behr vom Berufskolleg Borken, der dort als Bildungsgangleiter für Zimmerer und Mitglied im Prüfungsausschuss arbeitet. Er stellte seine Präsentation „Ausbildungs- und Prüfungsordnung 2026“ vor, in der er auf den Ausbildungsbereich „Zimmerer/in“ und ebenso „Ausbaufacharbeiter/in“ einging. Anhand von Beispielen machte er die unterschiedlichen Bewertungen von Prüfungsergebnissen deutlich. 

Die ausführliche Präsentation ist angehängt.

Im Anschluss berichtete Marcus Telgman, Zimmerermeister und Ausbilder im Berufsbildungsstätte in Ahaus, von den geänderten Stundenanteilen und Inhalten in den überbetrieblichen Ausbildungsstätten.

Frau Hauptstock bedankte sich bei Micha Behr und Marcus Telgmann für deren Engagement und startete in den Austausch. 

Stichpunkthaft werden folgende Themen zusammengefasst:

Allgemeiner Tenor zum Stand der Umsetzung: 

• Ausbildungszentren befinden sich in unterschiedlichen Planungsständen (tlw. Erste Konzepte vorhanden / noch keine konkreten Lösungen)

Kombination der übergreifenden Gewerke statt Einzelgewerkarbeiten

  • Kombination von Inhalten in Projekten, z. B.: 
  • Holzrahmenbau + Dämmung + Trockenbau
  • Bodenaufbau + Trockenestrich
  • Fachwerk + Mauern + Lehmputz

Projektorientierte Ausbildung in Verbindung mit gewerkefremden Arbeiten

  • zusammenhängende Bauprojekte (z. B. Wand-/Raum-/Modulbau)
  • Vorteil: mehrere Gewerke in einem Ablauf vermittelbar

Blockunterricht

  • Bildung von mehrwöchigen Blöcken (2–4 Wochen)
  • Ziel: weniger Zerstückelung der Inhalte / höhere Praxisnähe

Kooperationen

  • Austausch zwischen Ausbildungszentren (regional)
  • Einbindung von Industriepartnern (z. B. Dämmstoffe)
  • Einbindung anderer Fachbereiche
  • Einbindung Arbeitsschutz z.B. zum Thema Leitern/Gerüste

Offene Themen 

  • Klärung: Prüfungsniveau vs. reduzierte Ausbildungszeit
  • Abstimmung der Inhalte und Anforderungen zwischen ÜBA, Schule und Prüfung
  • Konkrete Ausgestaltung der Wahlwochen und Lehrgangsstruktur
  • Vergleichbarkeit: einheitliche Umsetzung sicherstellen
  • 16 Teilnehmer gegenüber 20 Teilnehmer bzgl. Ausbildungsqualität und Finanzierung abwägen

Zwischenfazit:

  • Der Ausbildungsbereich befindet sich aktuell in einer Übergangs- und Orientierungsphase
  • Erste praxisnahe Ansätze sind vorhanden, aber keine einheitliche Linie
  • Es fehlt der Gesamtüberblick über alle Lehrjahre

Hoher Bedarf an: 

  • Abstimmung
  • Erfahrungsaustausch
  • konkreten Umsetzungskonzepten

⇨ „Ellbogenmentalität ist vorbei“ – wir brauchen mehr Kooperation und Austausch

Aufgabenstellung für den Innungsverband des Zimmerer- und Holzbaugewerbes Westfalen

  • Versand der Zusammenfassung inkl. Präsentation
  • Abfrage für Bedarf an Videokonferenz im Frühjahr 2027

https://www.zimmerer-westfalen.de/umfragen/neue_ausbildungsordnung

Herr Ueding und Frau Hauptstock bedankten sich bei allen Teilnehmenden und luden für Anfang nächsten Jahres zu einem weiteren Austausch ein.

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Weiterführende Infos:

  • Falk-Torben Handt vom HBZ Brackwede empfiehlt die Leando Plattform zum Austausch untereinander und Informationsgewinn https://leando.de/
  • Online-Veranstaltung vom ZDB und ZDH für alle betroffenen Ausbildungsberufe (s. Anhang)

Donnerstag, 25. Juni 2026 und Dienstag, 17. November 2026 jeweils 16:00 – 17:30 Uhr

Inhaltlicher Schwerpunkt des Junitermins wird das Thema Prüfungen sein. Der Novembertermin liegt zeitlich nach dem In-Kraft-Treten der neuen Verordnung und dient daher als Austausch-Format für mögliche noch offene Punkte. Die Links für die Teamsmeetings sind im angehängten Dokument verknüpft.

Johannes Schmitz, Vorsitzender des Zimmerer- und Holzbau-Verband Nordrhein, weist auf diesen Newsletterbeitrag hin. https://www.bzb.de/aktuelles/ausbildung-news/neue-ausbildungsordnung-in-der-bauwirtschaft-ab-august-2026?utm_source=brevo&utm_medium=email&utm_campaign=Newsletter%200626